Das große EC-Special zum Achtelfinalhinspiel im CWC am Sonntag gegen Skopje

Die Spannung steigt, denn am kommenden Sonntag  um 15 Uhr empfangen unsere Mädels Metalurg Skopje zum Achtelfinalhinspiel des Cup Winners Cup in der heimischen ARENA. Grund genug, für euch einmal ein kleines internationales Special zusammen zu stellen, welches eure Vorfreude auf dieses für uns wichtige Spiel weiter steigern soll. Angefangen vom letzten EC-Sieg unseres Vereins vor genau 20 Jahren, bis hin zu einem Bericht über Louise Lyksborgs Gewinn des CWC mit dem FC Kopenhagen im Jahr 2009 erwarten Euch viele interessante Fakten!

 

 

 

Der Traum vom Triumph lebt - Vor 20 Jahren feierten die Leipziger Handballerinnen den letzten EC-Titel

Der letzte Europapokalsieg der Leipziger Handballerinnen jährt sich in diesem Jahr zum 20. Mal. Im Frühjahr 1992 nach dem 28:18-Rückspiel-Sieg gegen das slowakische Top-Team Tempo Partizanske in der altehrwürdigen Sporthalle Brüderstraße durften die Spielerinnen des SC Leipzig die IHF-Pokal-Trophäe in die Höhe stemmen. Was folgte war blau-gelber Jubel!

 

Lang ist‘s her! Natürlich ist der Weg ins diesjährige Finale noch weit – schließlich sind die Duelle gegen Skopje erst das Achtelfinale. Doch der Traum vom insgesamt fünften Europapokalsieg der Vereinsgeschichte lebt. „Unsere Devise lautet, so weit wie möglich kommen. Dabei müssen wir von Runde zu Runde denken. Erst mal müssen wir gegen Skopje weiterkommen und dann sehen wir weiter“, erklärt HCL-Manager Kay-Sven Hähner: „Aber natürlich wollen wir irgendwann mal wieder einen Europapokal gewinnen. Aber auf dem Weg dorthin muss alles passen. Es gehört auch jede Menge Losglück dazu.“ Ganz nah dran am insgesamt fünften Europapokalsieg der Leipziger Handballfrauen waren die HCL-Spielerinnen vor drei Jahren. Da mussten sich die Leipzigerinnen erst im Finale des EHF-Pokals dem spanischen Spitzenteam S. D. Itxako Estella geschlagen geben. Mehr als 7 000 Fans feierten ihr Team in der Arena trotz des verpassten Titels für eine richtig starke Europapokal-Saison ihrer Lieblinge. Nach einer 19:27-Auswärtsniederlage reichte auch ein 26:25-Erfolg in der heimischen Arena nicht mehr zum lang ersehnten Triumph.

 

Zuvor war der Titel im Mai 1997 im Europapokal der Pokalsieger ganz nah. Doch nach einer deutlichen 18:25-Niederlage bei Istochnik Rostow mussten die Leipzigerinnen nach dem 24:24-Unentschieden im Rückspiel in der mit 4 000 Zuschauern gefüllten Messehalle 7 dem russischen Gegner beim Jubeln zuschauen. Erstmals auf europäischem Parkett ganz oben standen die Handballerinnen des SC Leipzig 1966, als sie nach zwei Finalsiegen gegen den damaligen dänischen Titelverteidiger Høje Gladsaxe IF den Europapokal der Landesmeister, den Vorläufer der 1993 eingeführten Champions League, nach Leipzig holten. Acht Jahre später behielten die Leipzigerinnen im gleichen Wettbewerb im Finalspiel mit 17:8 gegen Universitatea Timisoara aus Rumänien die Oberhand. 1986 durften die SCLHandballerinnen am Ende einer starken Saison den kaum noch für möglich gehaltenen EHFPokalsieg bejubeln. Nach einem 16:22 beim VSC Debrecen wurde der ungarische Gegner in Leipzig in einer Gala-Vorstellung mit 25:15 bezwungen.

 

„Ein cooles Erlebnis!“ Louise Lyksborg gewann 2009 den Cup Winners’ Cup

Den Traum vom Europapokal-Sieg träumen nicht nur die Fans. Auch bei den Spielerinnen ist die Hoffnung auf den internationalen Triumph groß. Eine, die weiß, wie es sich anfühlt, den Cup Winners‘s Cup tatsächlich in den Händen zu halten, ist Louise Lyksborg.

 

Die dänische Außenspielerin, die seit 2010 beim HCL spielt, durfte dieses Gefühl im Mai 2009 mit dem FC Kopenhagen erleben. Nach einer 21:23-Niederlage im Hinspiel gegen den norwegischen Abonnementmeister Larvik HK schlug für das dänische Top-Team im Rückspiel die große Stunde – und „Lyks“ war mittendrin. Vor insgesamt 1 100 begeisterten Zuschauern feierten die Däninnen, bei denen mit Nadine Krause und Maren Baumbach auch zwei ehemalige deutsche Nationalspielerinnen im Team standen, einen sicheren 26:21-Sieg. Was folgte, war Jubel in Rot und Weiß!

 

„Das war ein cooles Erlebnis. Zumal die Saison für uns nicht so gut gelaufen war. Die dänische Meisterschaft hatten wir verpasst. Da war dieser Titel enorm wichtig. Dass uns dieser Triumph auch noch gegen Larvik gelungen ist, war natürlich doppelt schön“, erinnert sich Louise Lyksborg, die damals im entscheidenden Rückspiel auch ein ganz persönliches Erfolgserlebnis verbuchen konnte: „Ich hatte in der gesamten Saison nicht allzu viel gespielt. Ausgerechnet im Rückspiel durfte ich dann insgesamt 15 Minuten spielen. Das war toll. So hatte ich das Gefühl, auch einen ganz wichtigen Teil zu diesem Europapokalsieg beigetragen zu haben.“ Und wenn es nach der 24-Jährigen geht, soll das natürlich nicht ihr letzter Europapokaltriumph gewesen sein. Der Sieg von 2009 und die anschließenden Feierlichkeiten haben schließlich Appetit auf mehr gemacht. Das aktuelle HCL-Team sieht sie vor den Achtelfinalspielen gegen Skopje auf einem guten Weg: „Wir haben einige Spielerinnen, die bereits viel Erfahrung im Europapokal und in der Champions League gesammelt haben. Wir haben gute Chancen, sehr weit zu kommen.“

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