Trotz des nach dem 25:13 mit 12 Toren recht passablen Torepolsters wollten sich die Leipzigerinnen im heutigen Achtelfinalrückspiel des Cup Winners Cup so gut wie möglich verkaufen, um am Ende mit dem Viertelfinaleinzug das zweite selbstgesteckte Ziel im Jahr 2012 zu erreichen. Nach einer problemlosen Anreise am gestrigen Samstag wurde die Zeit bis zum Spiel am frühen Abend so auch mit einer intensiven Vorbereitung im Team-Hotel verbracht. Wie schon im Hinspiel in Leipzig musste Chefcoach Stefan Madsen in Skopje wieder auf die vier verletzten Spielerinnen Louise Lyksborg (Ermüdungsbruch), Maura Visser (Nasenbeinbruch), Anne Ulbricht (Kreuzbandriss) sowie Loraine Hellriegel (Knieprobleme) verzichten, zudem musste Kreisspielerin Luisa Schulze aufgrund einer Grippe extrem ersatzgeschwächt auflaufen.
Aufgrund von extrem schlechten Wetterbedingungen in Mazedonien sowie der relativ deutlichen Hinspielniederlage ihres Teams war die sonst knapp 900 Zuschauer fassenden Halle in Skopje am heutigen Tag nur mit knapp 300 Zuschauern besetzt, darunter auch acht extra aus Leipzig angereiste HCL-Fans sowie eine größere Abordnung der deutschen Botschaft in Mazedonien, die die Messestädterinnen trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit lautstark zu unterstützen wussten. Skopje hingegen wollte direkt von Beginn an nochmals alles versuchen, um am Ende den 12-Tore Vorsprung noch zu egalisieren und legte mit dem ersten Angriff der Partie gleich den ersten Treffer vor, welchen allerdings Ania Rösler im direkten Gegenzug mit dem ersten Leipziger Tor postwendend beantwortete. Die beiden nächsten Tore fielen dann beide vom Siebenmeterpunkt, wobei Mette Ommundsen für den HCL den erneuten Gleichstand wiederherstellen konnte. Nach toller Schülke-Parade und schnell vorgetragenem Angriff war es dann Saskia lang vorbehalten, die erste Gästeführung für den deutschen Rekordmeister zu erzielen. Es folgte eine weithin relativ Ausgeglichene Spielphase bis zur 17. Minute (6:6), in welcher Metalurg stets einen Treffer vorlegen, die Leipzigerinnen jedoch stets mit dem Ausgleich antworten konnten.

Skopje wirkte zwar im Vergleich zum Hinspiel deutlich verbessert und aggressiver, doch nun zog der HCL sein Tempo merklich an und drückte dem Spiel in den folgenden Minuten bis zur Pause deutlich seinen Stempel auf. Augsburg, Schulze sowie erneut Augsburg nutzten jeweils die Leipziger Ballgewinne durch eine grandios aufgelegte Katja Schülke im Kasten der Messestädterinnen und brachten ihre vorgetragenen Konter erfolgreich im Skopje-Tor unter, so dass die Anzeigetafel beim Stand von 6:9 (19.) erstmals eine drei-Tore Gästeführung aufleuchten ließ. Nachdem Mette Ommundsen auch noch Karolina Kudlacz mit einem Klasse-Zuspiel in Szene setzte und diese nach einem „Kempa“ Treffer zum 7:10 erzielen konnte, wussten die Leipziger Girls endgültig zu überzeugen und waren von nun an bis zum Wechsel absolut spielbestimmend, als man beim Stand von 10:13 für den HCL die Seiten tauschte.
Nach dem Wechsel ging zunächst erneut der erste Treffer des Spiels auf das Konto der Gastgeberinnen, dem Leipzig drei weitere blitzsaubere Kontertreffer folgen ließ und so auf 11:16 erhöhte. Auch die in Halbzeit zwei für Katja Schülke zwischen den Leipziger Pfosten stehende Julia Plöger fügte sich nahtlos und mit zwei tollen Paraden in Folge ins HCL-Spiel ein, doch nun folgte ein deutlicher Bruch im Spiel der Deutschen. Skopje drehte nun durch sieben Treffer in Folge einen Fünf-Tore Rückstand in eine Zwei-Tore Führung, bei den Gästen lief in dieser Phase mit dreizehn Torlosen Minuten einfach überhaupt nichts zusammen. Angefangen in der eigenen Defensive, wo die bis dato sehr gut agierende Deckung jegliche Aggressivität sowie gutes Deckungsverhalten vermissen ließ, bis hin zum Angriff, wo Pässe teilweise nur den Gegner oder die Seitenauslinie als Abnehmer fanden, waren die Leipzigerinnen total von der Rolle. Erschwerend hinzu kam auch der Ausfall von Mette Ommundsen, welche unglücklich auf dem Knie aufkam und aufgrund einer Prellung nicht mehr ins Spielgeschehen einzugreifen vermochte. Erst der Treffer von Karolina Kudlacz zum 18:17 Anschluss vermochte die Leipziger Starre zunächst etwas zu lösen, doch auch in den folgenden Minuten schienen die Gäste im Kopf bereits in der nächsten Runde zu sein, denn Skopje erhöhte bis zur 55. Minute den HCL-Rückstand noch auf 25:19 und somit sechs Treffer. Nun raffte sich die Madsen-Sieben in den verbleibenden Schlussminuten allerdings nochmals deutlich zusammen und konnte durch zwei Treffer von Kudlacz und Hubinger nochmals auf 26:23 was gleichzeitig den Endstand der Partie bedeutete.

„Skopje hat das heute deutlich besser gemacht als noch vor Wochenfrist und sich auch nach einem Pausenrückstand nicht aufgegeben. Nach dem deutlichen Hinspielergebnis war es dann für uns in der zweiten Hälfte schwer, den Fokus weiter hoch zu halten und wir haben dann das Tempo deutlich zurückgenommen. Trotzdem haben wir auch in der zweiten Hälfte etwas mehr an Konzentration erwartet. Am Ende hat es insgesamt dennoch deutlich gereicht und wir haben zu Recht die nächste Runde erreicht.“ sagte HCL-Manager Kay-Sven Hähner zum Weiterkommen seines Teams.

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WHC Metalurg Skopje
26 |
HC Leipzig 23 |
| Datum: | 12.02.2012 17.00 Uhr |
| Spielstätte: | Sportska Sala "Avtokomanda" Skopje |
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Zuschauer: |
300 |
| Zeitstrafen: | WHC: 2x2 Min. HCL: 2x2 Min. |
| Siebenmeter: | WHC: 3/3 HCL: 3/3 |
| Schiedsrichter: | A. Cirligeanu / D. Florescu (ROU) |
| Multimedia: |
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| Kader Metalurg Skopje | Kader HC Leipzig |
| 12 Natascha Antic | 12 Katja Schülke |
| 16 Tanja Andrejewa | 25 Julia Plöger |
| 2 Robertina Mecevska 3 | 2 Rannveig Haugen |
| 7 Ivana Gakidova | 7 Natalie Augsburg 3 |
| 8 Simona Grozdanoska | 8 Anne Müller |
| 10 Dushica Gjeogjievska 4 | 13 Luisa Schulze 5 |
| 13 Mirjeta Bajramoska 2 | 14 Karolina Kudlacz 9/1 |
| 15 Zorica Despodovska | 15 Ania Rösler 2 |
| 17 Dragana Pecevska 3 | 18 Saskia Lang 1 |
| 19 Daniela Noveska 4 | 19 Anne Hubinger 1 |
| 20 Natasha Mladenovska | 23 Marlene Windisch |
| 25 Simona Nikolovska | 77 Mette Ommundsen 2/2 |
| 33 Katarina Krpez 10 | |
| 72 Ana Milacic | |
| 99 Dragica Mitrova | |
| Trainer: Krsto Petrusevski | Trainer: Stefan Madsen |